Autodrom Most (Most, Tschechien), Sonntag, 21. Juli 2024
Nach einem schwierigen Wochenende in der Tschechischen Republik gibt Marcel Brenner die Hoffnung nicht auf, dass er das technische Gesamtpaket bald auf Vordermann bringen kann.
Platz 21 im zweiten Rennen bei der sechsten Station der FIM Superbike World Championship im Autodrom Most ist nicht Marcel Brenners Niveau. Der 26-jährige Kawasaki-Pilot hatte sich nach dem morgendlichen Warm-up einiges für das zweite Rennen vorgenommen, musste aber schnell feststellen, dass Änderungen am Setup nicht ganz den erhofften Effekt hatten.
Glücklicherweise blieb er diesmal von dem fast schon üblichen Chaos in der Schikane nach dem Start verschont, so dass Brenner zwischenzeitlich auf Punktekurs war.
Mit der Veranstaltung in Most wurde die erste Hälfte der Saison abgeschlossen. Weiter geht es in knapp drei Wochen auf der Achterbahn von Portimao, Portugal.
#25 Marcel BRENNER
VIAMO Racing by MTM, Kawasaki ZX-6R
Startplatz 25 / Rennen 2: P21
«Der Rennsonntag in Most hat für uns ganz gut begonnen. Dank eines guten Fortschritts im Bereich der Elektronik konnte ich im Warm-up konstant 1´36 tief fahren. Das hat mir das Gefühl gegeben, dass wir für das Rennen die Abstimmung für die Elektronik weiter verfeinern müssen, denn das Anbremsen hat sich gut angefühlt, während das Turning nicht perfekt war. Mich hat es ein bisschen zu viel geschoben, wenn die Elektronik Zwischengas gab. Das wollten wir für das Rennen ein wenig reduzieren und ich dachte, damit wären wir einen guten Schritt weiter und konkurrenzfähiger. Das war leider nicht der Fall, denn auch am Nachmittag hatte ich mit den gleichen Problemen zu kämpfen, die sich mit Chattering beim Einlenken, sowie auch zu viel die Front gepusht wurde, ausgewirkt haben. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass es besser ist, so wie in der Schlussphase. Insgesamt fehlt aber noch ein gutes Stück und es war nicht der Schritt, den ich erhofft hatte. Die Situation ist nicht einfach zu meistern, auch wenn mein Team alles gibt. Aber alles will nicht gleich auf Anhieb funktionieren.»
«Wir werden nicht aufgeben, sondern dranbleiben und das Beste daraus machen, was das Paket hergibt. Es gibt auch Lichtblicke, wie bei Can Öncü heute Morgen zu sehen war. Mit einer 1´34.8 ist er eine super Zeit gefahren im Warm-up, während er im Rennen nicht schneller war als gestern. Trotzdem Chapeau vor ihm, dass er in die Top 10 gefahren ist. Ich denke, dass nicht nur wir, sondern alle Kawasakis im Moment Probleme haben. Aber wir kommen jetzt in einen guten Rhythmus, was den Rennkalender angeht. Das nächste Rennen ist Portimao und im September stehen drei Events an. Das wird uns sehr helfen, nicht zuletzt um ordentlich Zeit mit dem Motorrad auf der Strecke zu haben. Rückblickend auf das Wochenende in Most ist zu sagen, dass wir hinter den Erwartungen blieben. Bei der IDM war ich deutlich stärker. Hauptsächlich hat uns der Sturz in der ersten Session weit zurückgeworfen. Das hat einiges durcheinandergebracht, sodass wir mit unserer Arbeit und den Daten ein bisschen hinterher hinkten. Schade, dass es so gelaufen ist, denn bei der IDM war ich um eine halbe Sekunde schneller als heute. Das hätte schon etwas ausgemacht, um weiter vorne mitzumischen. Wir werden in den nächsten Tagen die Daten analysieren und einfach unseren Weg weiter fortsetzen. Es ist nicht leicht, dass alles so hinzunehmen, aber wir schauen nach vorne und unser Tag wird bestimmt kommen.»