Positiver Samstag steigert Appetit auf mehr

Positiver Samstag steigert Appetit auf mehr

Autódromo Internacional do Algarve (Portimao, Portugal), Samstag, 10. August 2024

 

Auch wenn es das Rennergebnis des ersten Renntages beim Weltmeisterschaftslauf in Portimao nicht hergibt, war es für Marcel Brenner ein deutlicher Schritt nach vorne, was er in der Hitze des späteren Nachmittags erreichen konnte.

 

Nach Platz 27 in der Superpole am Freitag hatte Marcel Brenner keine grossen Hoffnungen für das Rennen am Samstag, das um 16:30 Uhr Ortszeit gestartet wurde. Zu dieser Zeit heizte die Sonne die Luft und den Boden auf dem Autódromo Internacional do Algarve, unweit der südportugiesischen Hafenstadt Portimao, noch ordentlich auf. Brenners Laune änderte sich jedoch bereits im Warm-up, wo er mit einer 1:45,4 den Aufwärtstrend einleitete. Diese Runde wurde jedoch wegen gelber Flaggen gestrichen.

 

Der Kawasaki-Pilot aus dem Kanton Bern startete das Rennen aus der achten Reihe. Brenner fühlte sich auf Anhieb wohl mit seiner Rennmaschine und konnte schnell einen guten Rhythmus aufbauen. Er machte Position um Position gut, bis es um die letzten Plätze in den Top 20 ging. Dort traf er auf hartnäckige Konkurrenten aus Italien. Lorenzo Dalla Porta und Federico Fuligni hatten kein Verständnis für den Vorwärtsdrang von Brenner.

 

Supersport-Action aus Portimao ist auch am Sonntag nur auf den digitalen Plattformen von ServusTV und der offiziellen WorldSBK-Website live zu sehen.

 

#25 Marcel BRENNER

VIAMO Racing by MTM, Kawasaki ZX-6R

Startplatz 27 / Rennen 1: P21

 

«Im Vergleich zum Freitag war der heutige Tag sehr positiv. Gestern Abend war ich ein bisschen niedergeschlagen, weil es so aussah, als ob es wieder nicht gut laufen würde. Aber heute konnte ich die Dinge ein wenig umdrehen. Schon im Warm-up lief es ziemlich gut, ich war sieben Zehntel schneller als in der

 

Superpole. Das war eine ordentliche Verbesserung. Aber das war noch nicht alles, denn ich war von unserer Rennperformance extrem überrascht. Wir haben einen sehr guten Job gemacht und einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Ich konnte ein wirklich gutes Tempo vorlegen. Leider war ich im Kampf um Platz 19 das Opfer von Fuligni und Dalla Porta. Beide wollten nicht akzeptieren, dass ich schneller war, als ich sie überholen wollte. Vor allem Dalla Porta war sehr hartnäckig, als er mich in der ersten Kurve zweimal von der Strecke drängte. So musste ich beide Male eine Aufholjagd starten. Ich war eindeutig der Schnellste in unserer Gruppe. In den letzten vier Runden versuchte ich erneut, zu den Jungs aufzuschliessen. Aber ich hatte Probleme, das Motorrad zu stoppen und bekam auch leichte körperliche Probleme.»

 

«Die Hitze hat mir alles abverlangt. Deshalb muss ich vor dem morgigen Rennen viel mehr trinken, denn nach dem Rennen war ich etwas dehydriert, ich fühlte mich kurz nicht so gut. Ich weiss also, worauf es morgen ankommt, damit ich am Ende in einer besseren Verfassung bin. Vorher werden wir noch einen Test im Warm-up machen, der weitere gute Fortschritte bringen sollte. Wir werden etwas an der Hinterraddämpfung ausprobieren, wo wir heute schon etwas gefunden haben. Das Ergebnis war, dass ich mehr Feedback vom Hinterrad bekomme, um besser um die Kurven zu kommen. Ein Tool von Kawasaki, das auch die nötige Homologation hat, sollte mir das nötige Feedback geben, das ich brauche. Wir haben von einem anderen Team Daten erhalten, die sehr deutlich zeigen, wo ich in der Mitte der Kurve an einigen Stellen zu viel Speed verliere. Es geht also darum, schneller in die Kurven einzulenken und trotzdem mit mehr Speed aus der Kurve zu kommen. Das macht den Sonntag für mich noch spannender. Ich bin sehr motiviert, und ich hätte gestern Abend nicht gedacht, dass sich die Situation so ändern würde. Ich bin also zuversichtlich, dass sich die Dinge noch zum Guten wenden werden.»